
Mit einem fröhlichen Sommerfest haben die Häuser 3 und 4 des Lebenswerks ihr 35-jähriges Bestehen gefeiert. Mitarbeitende, Angehörige und Kooperationspartner kamen zusammen, um auf dreieinhalb Jahrzehnte Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit psychischer Erkrankung zurückzublicken.
Die Wurzeln der heutigen Werkstätten reichen bis ins Jahr 1991 zurück. Damals wurde unter dem Namen „IdA – Integration durch Arbeit“ ein Angebot geschaffen, das Menschen mit psychischer Erkrankung einen geschützten und fördernden Arbeitsplatz bietet. Ziel war und ist es, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit zu stärken, Stabilität zu schaffen und neue Perspektiven zu eröffnen. Seit vielen Jahren gehören die Werkstätten als Häuser 3 und 4 zum Lebenswerk der Diakonie Bayreuth und sind angesichts der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen ein wichtiger Baustein der regionalen Unterstützungslandschaft.
In seinem Grußwort würdigte Reinhold Richter, 1. Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt Bayreuth, die besondere Bedeutung der Einrichtung. Für viele Menschen seien die Werkstätten über die Jahre ein sicherer Hafen gewesen, der Orientierung, Stabilität und neue Zuversicht vermittelt habe.
Dass dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden musste, zeigte das abwechslungsreiche Programm des Sommerfestes. Beim Lebendkickerturnier, einem Theaterstück, dem Jubiläumsparcours und Live-Musik war für beste Unterhaltung gesorgt. Auch kulinarisch kamen die Gäste mit Spezialitäten vom Grill auf ihre Kosten.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie sich die Einrichtung seit ihren Anfängen kontinuierlich weiterentwickelt hat. Was einst in der Rhönstraße begann, ist heute eine feste Größe in der sozialen Landschaft Bayreuths – ein Ort, an dem Menschen Teilhabe erleben, Fähigkeiten entfalten und neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen können.


